// Kursübersicht Aufstellungsarbeit
Familien- und Systemaufstellungen
Die Aufstellungsarbeit hat sich im Laufe der Jahre weit über das Aufstellen von reinen Familienstrukturen entwickelt und ausgedehnt auf andere Systeme sowie Strukturen. Themen verschiedenster Art, z. B. familiäre, körperliche, emotionale, spirituelle oder berufsbezogene, können so lösungsorientiert bearbeitet werden.
Sie schenkt Impulse in Wandlungsphasen wie bspw. Berufswechsel, Krankheit oder Trennung. Sie ist ein Weg, Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und öffnet neue Lebensperspektiven. Mit diesem starken therapeutischen Instrument können schmerzhafte Verstrickungen sowie ungute Muster hinter sich gelassen werden, um bereit für Neues zu sein. Durch das Anschauen und Lösen der verborgenen Dynamiken von Erkrankungen und Ereignissen lässt sich so eine natürliche und heilsame Ordnung wieder herstellen.
Aufstellen bedeutet in die Tiefen des Unbewussten zu schauen, Verstrickungen in verschiedenen Ebenen zu erkennen, zu öffnen, zu betrachten und heilsame Schritte in Richtung Lösung zu gehen.
Die Technik an sich ist schlicht, allerdings ergibt sich unser Tun aus dem Level unseres Bewusstseins, unserem Wissen, unseren Erfahrungen und unserer Weisheit. So können wir in einer Aufstellung auf den verschiedenen Ebenen unseres Seins landen, der Biographischen, der Systemischen und auch der Karmischen. Immer geht es um Verletzungen und Traumata, die eigenen, die der Vorfahren wie auch die karmischen, die die Seele schon mitgebracht hat. Trauma spaltet und lässt erstarren.
Die Arbeit findet in der Gruppe statt, was von Vorteil ist, da die Gruppe viel mehr an Energie halten kann als eine einzelne Person. Das Öffnen von Schmerzkörpern und das Integrieren abgespaltener Anteile ist in den meisten Fällen nicht alleine zu schaffen, da unsere Mechanismen und Muster darauf ausgerichtet sind, das genau zu verhindern um den dazu gehörenden Schmerz nie mehr spüren zu müssen.
Heilung bedeutet Integration all unserer abgespaltenen Anteile.
Heil sein ist Ganz-Sein.
Die Arbeit in der Gruppe ist ein „Füreinander Stehen“ und ein „Miteinander Gehen“.
Jeder bekommt die Unterstützung der Gruppe durch das Stellvertreten und Spiegeln der eigenen
Themen und jeder gibt auch seine Energie als Stellvertreter für die anderen zurück.
So bekommen wir miteinander immer tiefere Einblicke in die unbewussten Ebenen und dürfen sie auch durchfühlen. Wieder fühlen zu können ist Heilung. Sind wir dazu in der Lage tiefen Schmerz zu fühlen, können wir auch wieder Freude fühlen, die Öffnung geschieht in beide Richtungen.
Die Gruppe, in der wir arbeiten, ist ein Feld jenseits von Bewertung. Alles was sich zeigt ist richtig. Das Herz bewertet nicht und wir bewegen uns in Richtung Herzöffnung. Dieses Feld fühlt sich im besten Fall wie „die gute Mutter“ an, der man alles bringen kann, was einen belastet.
Du hast zwei Möglichkeiten:
Als Stellvertreter teilnehmen
Du vertrittst in den Aufstellungen anderer Teilnehmer deren Familienmitglieder oder innere
Anteile. So lernst du die Methode ganz unverbindlich kennen, auch ohne ein eigenes Anliegen
einzubringen. Eine wertvolle Erfahrung, die oft überraschende Impulse für dich selbst
bringt.
Mit eigenem Anliegen
Du arbeitest an deinem persönlichen Thema und stellst deine eigene Fragestellung auf.